Neue Regeln bei der Immobilienvermittlung: Was ändert sich?
Am 7. Juli ist das neue Gesetz über die Vermittlung im Immobilienverkehr in Kraft getreten. Es regelt die Rechte und Pflichten aller Beteiligten im Kauf- und Verkaufsprozess klarer und bietet Käufern, Verkäufern und Vermittlern zusätzlichen Schutz. Ein stärkerer Schwerpunkt liegt auf der Transparenz der Geschäftstätigkeit, klar definierten Beziehungen zwischen den Parteien sowie auf der Verantwortung des Vermittlers während des gesamten Prozesses.
Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Änderungen und erklären, was diese für Käufer bedeuten. Obwohl das neue Gesetz zusätzliche Pflichten für Vermittler mit sich bringt, sind viele der vorgeschriebenen Regeln bereits seit Jahren Bestandteil unserer Arbeitsweise. Der neue gesetzliche Rahmen definiert diese professionellen Standards nun klarer und wendet sie auf den gesamten Markt an.
Schriftlicher Vertrag vor der Veröffentlichung einer Anzeige
Eine Agentur darf eine Immobilie nicht mehr ohne einen schriftlich abgeschlossenen Vermittlungsvertrag mit dem Eigentümer bewerben. Käufer können daher sicher sein, dass die Agentur, die eine Immobilie bewirbt, dazu tatsächlich berechtigt ist.
Wichtig ist, dass ein schriftlicher Vertrag nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Immobilie nur von einer einzigen Agentur beworben werden darf, sofern mit dem Eigentümer nicht ausdrücklich eine exklusive Vermittlung vereinbart wurde. Dennoch trägt diese Verpflichtung zu einer besseren Ordnung der Anzeigen und zu einer größeren Verantwortung der Agenturen für die von ihnen veröffentlichten Informationen bei.
Ein schriftlicher Vertrag mit dem Eigentümer war auch bisher der Ausgangspunkt jeder Zusammenarbeit. Dadurch werden von Anfang an die Vermittlungsbedingungen, der Immobilienpreis und die Art der Präsentation gegenüber Käufern klar festgelegt.
Überprüfung der Agentur vor der Besichtigung
Vor der Vereinbarung eines Besichtigungstermins empfiehlt es sich zu prüfen, ob die Agentur im Vermittlerregister der Kroatischen Wirtschaftskammer eingetragen ist. Die Identifikationsnummer aus dem Register muss klar angegeben sein, sodass jeder Käufer die Rechtmäßigkeit der Geschäftstätigkeit einfach überprüfen kann.
Eine Besichtigung darf weder berechnet noch von einer Unterschrift abhängig gemacht werden
Eine der wichtigsten Änderungen besteht darin, dass eine Agentur die Besichtigung einer Immobilie nicht mehr vom Abschluss eines Vermittlungsvertrags abhängig machen oder allein deshalb eine Provision verlangen darf, weil der Käufer die Immobilie besichtigt hat.
Bei der Besichtigung kann eine Besichtigungsbestätigung unterzeichnet werden. Diese stellt jedoch keinen Vermittlungsvertrag dar und darf keine Bestimmung enthalten, mit der sich der Käufer zur Zahlung einer Provision verpflichtet. Die Besichtigung ist somit ein informativer Schritt, nach dem der Käufer entscheidet, ob er den Kaufprozess fortsetzen möchte.
Klare Regelungen zur Provision
Der Käufer muss im Voraus wissen, ob eine Verpflichtung zur Zahlung einer Provision besteht, wie hoch diese ist und welche Leistungen sie konkret umfasst. Ebenso muss klar sein, wen die Agentur vertritt – den Verkäufer, den Käufer oder beide Parteien. Vertritt die Agentur beide Parteien, schreibt das Gesetz klare Regeln für die rechtzeitige Information beider Seiten über die Höhe der Vermittlungsgebühren vor, die sie im Falle des Abschlusses des Kaufgeschäfts zu zahlen haben.
In der Regel entsteht der Anspruch des Vermittlers auf die Provision nach Abschluss des Kaufvertrags. Wurde etwas anderes vereinbart, kann dieser Anspruch bereits beim Abschluss des Vorvertrags entstehen.
Strengere Strafen, größere Verantwortung
Das Gesetz sieht auch strengere Sanktionen für Agenturen vor, die entgegen den Vorschriften handeln, wodurch den Kunden im Falle eines möglichen Schadens zusätzlicher Schutz geboten wird.
Ziel dieser Bestimmungen ist nicht nur die Sanktionierung von Unregelmäßigkeiten, sondern auch die Anhebung professioneller Standards, die Verringerung nicht registrierter Vermittlungstätigkeiten sowie die Schaffung eines sichereren und transparenteren Immobilienmarktes für Käufer und Verkäufer.
Was bedeutet das für Sie als Käufer?
Die neuen Regeln sorgen für mehr Transparenz, ersetzen jedoch nicht Ihre eigene Aufmerksamkeit. Nehmen Sie sich vor der Unterzeichnung eines Dokuments ausreichend Zeit, lesen Sie die Bestimmungen sorgfältig durch und verlangen Sie eine Erklärung für alles, was Ihnen nicht klar ist. Sie haben das Recht zu wissen, ob Sie eine Provision zahlen, in welcher Höhe und wann die Zahlungsverpflichtung entsteht – und Sie haben das Recht zu prüfen, ob die Agentur zur Vermittlung beim Verkauf der von ihr beworbenen Immobilie berechtigt ist.
Die neuen gesetzlichen Regelungen erhöhen die Standards in der Immobilienvermittlung zusätzlich, was für alle Marktteilnehmer eine gute Nachricht ist. Wenn die Beziehungen klar definiert und die Kommunikation offen und transparent sind, wird der gesamte Kauf- und Verkaufsprozess einfacher und sicherer – genau diesen Ansatz verfolgt Emporia Immobilien seit Beginn seiner Geschäftstätigkeit, wie zahlreiche Google-Bewertungen zufriedener Kunden bestätigen.
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